Oestricher Doosberg 2006
Das Jahr 2006 war geprägt von sehr
häufigen Wetterschwankungen. Auf ein paar sonnige Tage folgte oft
sofort das nächste Tief, das uns Niederschläge brachte. Diese sorgten
dafür, dass das vergangene Jahr uns insgesamt starke Fäulnis-Probleme
brachte. Der sehr heisse August sorgte zwar vorübergehend für
Besserung,als jedoch der Oktober wiederum für Regen sorgte gab
es kein Halten mehr für die Winzer. Die Ernte 2006 dürfte mit die
schnellste gewesen sein die jemals stattfand. Auch wir begegneten
der fortschreitenden Fäulnis mit einem recht frühen Lesetermin,
sodass wir am 07. Oktober unsere Trauben mit einem Mostgewicht
von 84° Oechsle und einer Säure von 9,5 g/l ernteten. Da wir im
Vorfeld der Lese eine Negativ-Auslese durchgeführt hatten, sank
der Ertrag auf etwa 60hl/ha, was in unserem Weingut aber im normalen
Bereich liegt.Die selektiven Massnahmen vor der Lese sorgten für
einen sehr geringen Fäulnis- Anteil im Lesegut, dementsprechend
hatten wir sehr saubere und reine Moste.Während der Gärung haben
wir uns dafür entschieden, unseren Weinen in diesem Jahr ihren
Restzucker durch Gärunterbrechung zu verleihen, da die Gärung erfreulicherweise
sehr langsam stattfand.Herausgekommen sind hierbei äusserst fruchtbetonte
Weine, die sich im Moment im Keller weiterentwickeln und darauf
warten, Anfang Mai gefüllt zu werden.
Unseren 2006er Oestricher Doosberg Riesling feinherb wollten wir
zu einem feinfruchtigen und spritzigen Sommerwein machen. Geschmacklich
liegt er im halbtrockenen bis milden Bereich und eignet sich somit
hervorragend für warme Sommerabende auf der Terrasse.
Ausgehend vom Restzuckergehalt liegt er im unteren milden Bereich,
die feine Säure als Gegensatz lässt ihn allerdings auch durchaus
für Fans des halbtrockenen Rieslings zu. Somit können wir Ihnen
neben unserer 2005er trockenen Spätlese und der 2005er milden Spätlese
jetzt einen Wein bieten, der sich hervorragend als „Kompromiss“
zwischen den beiden anbietet.
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